Wie ihr euch in 4 Schritten einen Grundlagenplan zur Gestaltung eures Gartens erarbeiten könnt

Gerne kannst Du Dir die 4 Schritte zu Deiner Grundlagenplanung als PDF Tabelle herunterladen.

Jeder der einen Garten, Balkon oder eine Dachterrasse hat weiß, dass es eine ziemliche Herausforderung sein kann den geliebten Freiraum so zu gestalten, dass alles zusammenpasst, alle Wünsche erfüllt sind, man sich wohlfühlt und die Bedürfnisse von jedem Familienmitglied gedeckt sind. Und nicht nur das, meist ist das vorhandene Budget nicht unendlich und trotzdem will man einen stilvollen und gemütlichen Garten. Die Auswahl an Materialien, Oberflächen, Pflanzen, Ausstattungsgegenständen und Stilrichtungen ist unübersehbar und man weiß häufig nicht wie man diesen Dschungel überblicken soll und das finden kann was zu einem passt. Und selbst wenn man ungefähr weiß was man möchte, wie geht man vor? Wie mach ich meinen Garten zu einem Ort der Gemütlichkeit? Wie kann ich aus dem was ich habe das Beste rausholen? Welcher Gartenstil passt zu mir und meinem Haus?

Damit ihr einen kleinen Leitfaden habt wie ihr euch an die Antworten dieser Fragen annähern könnt, haben wir diese Woche einen speziellen Blogbeitrag für euch. Wir geben euch einen kleinen, abstrakten Einblick, wie wir als Experten Vorgehen, um den passenden Entwurf für die jeweilige Situation zu finden. Selbstverständlich kommt man meistens trotzdem nicht drum herum sich professionelle Hilfe zu holen, aber wir zeigen euch einen Weg wie ihr systematisch die wichtigsten Fragen beantworten könnt. So habt ihr eine Grundlage anhand derer ihr euch orientieren könnt wenn ihr eurem Garten in einem DiY-Projekt neues Leben einhauchen wollt.

Schritt 1: Bestandsaufnahme

In diesem ersten Schritt schaut ihr euch genau an welche Gegebenheiten in eurem Garten herrschen. Was wollt ihr in jedem Fall erhalten? Was muss weg? Habt ihr viel Geländebewegung und Hangsituationen oder ist der Großteil der Fläche relativ eben?
Wenn ihr viel Bewegung im Gelände habt ist die Ausgangssituation häufig komplizierter und ihr müsst genauer hinschauen was realisierbar ist. Meist kommt man in diesem Fall nicht um professionelle Hilfe herum. Bei der Planung von Hanggärten ist einer Vermessergrundlage häufig unerlässlich, um genau prüfen zu können was technisch machbar ist. Trotzdem kann es auch in Hanggärten viel Potenzial für Eigeninitiative geben.
Verschafft euch einen Überblick darüber wie umfangreich eventuelle Abrissarbeiten sind oder ob ihr einfach direkt mit der Umsetzung eurer Vorstellung starten könnt.

  • Was will ich erhalten? Was muss weg? (Pflanzen, Beläge, Wege etc.)
  • Kann ich eventuelle Abriss-/Rückbauarbeiten in Eigenleistung erbringen?
  • Brauche ich aufgrund der Topografie (Geländebewegung) meines Grundstücks professionelle Planungshilfe? (Vermesser*in, Landschaftsarchitekt*in, Gartenbauer*in)
  • Wird ein kompletter Neubau notwendig oder reicht eine Aufwertung/Umgestaltung?

Schritt 2: Funktions-Check

Jeder Freiraum verfügt über verschiedene Bereiche die wiederum verschiedene Funktionen erfüllen. Funktionen sind z.B. Aufenthalt oder auch Spielen, Grillen, Wellness, Sport etc. Die clevere und logische Verortung der jeweiligen Funktion im Garten ist sehr wichtig. So würde man beispielsweise eine Terrasse mit Esstisch möglichst in der Nähe der Küche des Hauses platzieren, damit man kurze Wege von drinnen nach draußen hat. Anstatt die Terrasse ans andere Ende des Gartens zu legen. Ebenfalls in der Nähe einer solchen Terrasse mit Aufenthalt würde man die Funktion Grillen/Kochen anordnen, um die vorhandenen Synergien bestmöglich zu nutzen.

Die jeweilige Anordnung der gewünschten Funktionen, hängt natürlich ganz entscheidend auch von der Architektur des Hauses ab. Gibt es einen ebenerdigen Ausgang? Oder liegt die Wohnung im 2. OG und ein direkter Zugang ist nicht möglich?
Solche Gegebenheiten nehmen direkten Einfluss auf die funktionalen Bereiche. Sowohl in der Frage welche Bereiche benötigt und/oder gewünscht sind, als auch in der Festlegung der jeweiligen Lage. Es gibt hierfür also keine pauschale Lösung, sondern die Situation muss immer individuell betrachtet und dementsprechend reagiert werden.
Dennoch gibt es ein paar grundlegende Regeln wie bspw. den Aufenthaltsbereich in der Nähe des Kochbereiches zu platzieren. Wellness und Entspannungsbereiche sollte man nicht direkt neben Kinderspielbereiche legen. Und offene Feuerstellen möglichst nicht in der Nähe von Bäumen und Sträuchern platzieren.

Mit der Erstellung eines Funktionsplans, der im Prinzip aus Kringeln besteht, der die jeweiligen Funktionen grob verortet, legt ihr den Grundstein für euren späteren Garten. Die Überlegungen, die ihr in diesem Schritt macht, sind besonders wichtig für die grundlegende Funktionalität eures Gartens und dafür, dass ihr möglichst viel Freude daran habt. Denkt also genau darüber nach, welche Funktionen ihr braucht, welche ihr wollt und wo sie aus funktionaler Sicht am besten angelegt werden sollten. Auf dieser Ebene geht es noch nicht um Detailfragen, wie z.B. ob der Wellnessbereich eine Sauna erhält oder einen Whirlpool. Es geht lediglich darum die Funktion an sich im Garten örtlich festzulegen.

  • Welche Funktionen brauche ich auf Grund der vorhandenen Gegebenheiten zwingend in meinem Garten?
    (bspw. Aufbewahrung/Stauraum, Müllabstellfläche, Parkplatz/Stellplatz o.ä.)
  • Welche Funktionen möchte ich in meinem Garten?
    (bspw. Aufenthalt, Grillen/Kochen, Spiel, Sport, Wellness, Gärtnern)
  • Welcher Ort innerhalb des Gartens ist für die jeweilige Funktion der richtige?
    (kurze Wege, Synergien nutzen, Störungen vermeiden)

Schritt 3: Wunschliste & Must haves

Jetzt kommen wir zu dem Schritt der Spaß macht. Hier könnt ihr euch richtig austoben und einfach alle Wünsche, die ihr an euren Garten habt, notieren. Pool, Relax-Lounge, Sauna, Spielgeräte, Terrasse mit Pergola, Außenküche, Gewächshaus…. Was auch immer ihr gerne haben wollt und im Budget liegt kommt auf die Liste. Wenn ihr diese Liste fertig habt sortiert ihr sie den Funktionen, die ihr in Schritt 2 definiert habt, zu.
Am besten klappt das Ganze, wenn ihr einen Lageplan eures Gartens zur Verfügung habt und diesen auf DIN A3 drucken lasst. Dann könnt ihr zuerst die Funktionskringel verorten und anschließend den Kringeln eure Wünsche zuordnen. Habt ihr keinen Lageplan, können Grundstücks- und Hausbesitzer einen solchen beim jeweils zuständigen Landratsamt anfordern oder ihr macht euch eine grobe Freihand-Skizze eures Gartens auf Papier.

  • Was wünsche ich mir in meinem Garten?
  • Zu welcher Funktion gehört der jeweilige Wunsch?

Selbstverständlich ist euer Funktionsplan mit den zugeordneten Wünschen nur eine grobe Grundlage für eine detaillierte Entwurfsplanung wie Experten sie erstellen. Aber sie kann euch dabei helfen euch im Klaren darüber zu werden was ihr wirklich wollt, was ihr braucht und was in eurem Garten ungefähr möglich ist. Und das ist der wichtigste Grundstein. Vor allem für DiY-Projekte kann solch ein Plan eine wichtige Orientierung in der Umsetzung bieten. Bevor es an die Umsetzung geht, kommt man jedoch um eine genauere Entwurfsplanung in der technisch geprüft wird was realisierbar ist, nicht herum. Spätestens an diesem Punkt ist professionelle Beratung und Erfahrung sehr hilfreich.

Schritt 4: Stilfindung

Nach diesen drei Schritten wisst ihr idealerweise was ihr wollt und wo ihr es wollt bzw. wo es überhaupt Sinn macht. Stellt sich nur noch die schwierige Detailfrage der Stilfindung, die entscheidend von der Liebe zum Detail lebt und dem Ganzen erst Charakter gibt.
Soll der Whirlpool ein modernes Hightech Gerät mit Beleuchtung sein oder ein rustikaler Holz-Jacuzzi?
Soll die Terrasse modern und klar wirken oder rustikal und verspielt?
Sollen die Möbel aus modernem Kunststoffmaterial bestehen oder aus naturnahem Holz?
Und wie schafft man es, dass am Ende alles aus einem Guss gemacht ist?

Entscheidend ist am Ende die Liebe zum Detail, die harmonische Kombination von Materialien, Oberflächen, Pflanzen und Ausstattungselementen. Und wie bei so vielen Dingen, gibt es Menschen die für solche Detail- und Kombinationsfragen ein Händchen haben und es gibt Menschen die sich damit eher schwer tun.

Aber fangen wir von vorne an.
Sich für eine Stil- und Designrichtung zu entscheiden ist zunächst nicht allzu schwer. Welcher Stil oder welches Design zu euch und eurem Garten passt, wird ganz entscheidend von der Architektur des Hauses bestimmt. Ist es ein altes Bauernhaus oder ein architektonischer Neubau?
Ebenfalls entscheidend ist was euch persönlich am besten gefällt, womit ihr euch identifizieren könnt und womit ihr euch am wohlsten fühlt. Die Kombination aus diesen beiden Punkten definiert letztendlich die Stilrichtung eures Gartens. Falls ihr nicht wisst welcher Stil wodurch definiert wird kann es helfen sich in Google passende Bilder dazu anzusehen.
Oder aber ihr greift auf unser neues Produkt GARDENEO-MINI zurück und klickt euch gemütlich zu Hause durch unsere Fragebögen und erfahrt am Ende genau welcher Stil zu euch passt und was diesen ausmacht.

  • Welchem Stil entspricht das zugehörige Haus?
    (Bauernhaus, moderner Neubau, Jugendstilvilla etc.)
  • Welcher Stil gefällt mir persönlich am besten?
    (Landhaus, Bauerngarten, Modern, Minimalistisch, mediterran, rustikal etc.)
  • Wie wichtig sind mir ökologische Aspekte?
    (naturnah, ökologisch)

Gerne kannst Du Dir die 4 Schritte zu Deiner Grundlagenplanung als PDF Tabelle herunterladen.

Eine Idee zu “Wie ihr euch in 4 Schritten einen Grundlagenplan zur Gestaltung eures Gartens erarbeiten könnt

  1. Pingback: 3 Tipps wie Du deinen individuellen Gartenstil findest - katzer-freiraumdesign.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.